Oberflächenbehandlungen (OB) und Schottertränkungen

Oberflächenbehandlungen (OB) und Schottertränkungen

Als grossflächige substanzerhaltende Massnahmen für die Strassenoberfläche führen wir bituminöse Oberflächenbehandlungen (OB) in verschiedenen Ausführungsarten (SN-Norm 640 415d-NA) aus. Durch diese effiziente und kostengünstige Unterhaltsmassnahme kann die Strasse über weitere Jahre ihre vollumfängliche Funktion erfüllen.

Die Oberflächenbehandlung ist die bestens geeignete Sanierungsmassnahme um feine Risse und Ausmagerungen in der Fahrbahnoberfläche zu versiegeln und abzudichten.

 

Anwendung bei folgenden Schadensbildern:

  • Ausmagerung und geringe Kornausbrüche in der Asphaltoberfläche
  • Mangelnde Griffigkeit durch polierte Kornoberfläche
  • Bildung von feinen Netzrissen

 

Vorteile einer Oberflächenbehandlung:

  • Griffigkeit bei Nässe
  • Aufhellung der Fahrbahnoberfläche (helle Gesteinssorten nötig)
  • Griffigkeit in winterlichen Verhältnissen, aufgebrachtes Streusalz oder Salzsole bleiben aufgrund der rauen Oberflächenstruktur länger auf der Fahrbahnoberfläche haften
  • Kurze Verkehrsbehinderung bei der Ausführung, unmittelbare Verkehrsfreigabe nach dem abstreuen (Spreadervorgang) des Splittmaterials möglich
  • Kostengünstige grossflächige Unterhaltsmassnahme für den Substanzerhalt

 

Wir führen Oberflächenbehandlungen aus Qualitätsgründen in den Monaten Juni bis August aus. Dadurch ist das wichtige Einfahren des Splitts in das Bitumen durch den Verkehr vor der kälteren Jahreszeit gewährleistet. Diese Phase nach der Erstellung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Haftung und Einbettung des Splittkorns in das Bitumen der Oberflächenbehandlung.

 

Wir unterteilen eine Oberflächenbehandlung in drei Phasen:

Arbeitsverfahren Oberflächenbehandlung

Vorarbeiten

Örtliche Rissbildungen werden durch unserer Mitarbeiter saniert. Spurrinnen und Ausmagerungen in der Asphaltoberflächen werden mit Flüssigasphalt behandelt. Grössere Belagsschäden werden mit einem örtlichen Belagsersatz instandgesetzt und abgedrückte Belagsränder mit Asphaltbelag geschifftet. Um die Applikation der Oberflächenbehandlung auf die gesamte Strassenbreite zu gewährleisten, empfiehlt es sich, vorab die Belagsränder von Humus freizulegen, sogenannter Abrandvorgang.

Als letzte Vorbereitungsmassnahme erfolgt die maschinelle Nassreinigung der Strassenoberfläche.

Oberflächenbehandlung

Mittels moderner Teleskopbalkenbrause wird das kunststoffmodifizierte Heissbindemittel Viamac Bio bei ca. 165° – 170° verspritzt. Unmittelbar darauf folgend wird das heisse Bitumen mit Splittkörnern abgedeckt (Spreadervorgang). Nach dem Aufbringen des Splitts, wird das Korn mit einer Pneuradwalze auf die Bindemittelschicht aufgedrückt.

Nachbehandlung

In den ersten beiden Wochen empfiehlt es sich, die erstellte Oberflächenbehandlung visuell zu überprüfen, Splittanhäufungen zu verteilen und die Verkehrsgeschwindigkeit in den ersten Wochen bis zum Absaugen des überschüssigen Splittes zu reduzieren. Dies sind Massnahmen, die wesentlich zur Qualitätsverbesserung der Oberflächenbehandlung führen.

Wenn es das örtliche Verkehrsaufkommen oder die Strassengeometrie erfordert, kann bereits nach wenigen Tagen der überschüssige Splitt teilweise oder komplett entfernt werden.

Die VIACID AG führt Oberflächenbehandlungen gemäss der gültigen VSS/SN Norm 640 415d-NA aus.

Impressionen